Rückblick: Bonner Theaternacht in den Bad Godesberger Kammerspielen

Am 9. Mai war das Fachgebiet Schauspiel bei der Bonner Theaternacht in den Kammerspielen gleich mit drei Programmpunkten vertreten.
Zu Beginn spielte der erste Jahrgang Ausschnitte aus seinem Monologabend „Eine heilige Meute“. Das zweite Jahr schloss mit einer Vorschau auf seine Bewegungsperformance „MULTIPLEX – Eine Tanzinstallation“ an. Zu guter Letzt zeigten das dritte und vierte Jahr zwei Szenen und einen Monolog auf der großen Bühne.

Ein Bericht von Karen Gauler


Wie fühlt es sich für Schauspielstudierende an, plötzlich auf einer so großen Bühne zu stehen?
Unser erste Gedanke war: „Wow!“
Vor uns ein Saal, bestuhlt mit hunderten roten Sitzen und eine Bühne, die doppelt so groß wie unsere gewohnte Spielstätte ist. Schon nach wenigen Sekunden des Staunens stellten sich auch die ersten Zweifel ein. „Werde ich den Raum mit meiner Stimme füllen können? Wirkt unsere Szene überhaupt auf so einer großen Bühne?“
Aber diese Bedenken mussten erstmal beiseite geschoben werden, denn die technische Einrichtung stand an. Auch diese war ein neues Erlebnis. Angeleitet durch die Techniker vom Haus, alles voll automatisiert, mussten wir keine Scheinwerfer hängen oder auf Leitern steigen, wie wir es von unseren Produktionen an der Alanus gewohnt sind, sondern nur unsere Wünsche an den Lichttechniker weitergeben – was für ein Luxus!!!
Nachdem wir schnell noch Umbauten und Reihenfolge abgesprochen hatten, blieb uns dann noch etwas Zeit zum Aufwärmen, bevor es richtig los ging. Der Saal füllte sich, das Adrenalin stieg. Und dann hieß es: spielen, spielen, spielen. Es war unglaublich aufregend, die Szene, welche man sonst in viel intimeren Verhältnissen gezeigt hatte, wie in der Baracke/Holzhaus 9 an der Alanus, auf einer großen Stadttheaterbühne zu spielen. Das Feeling, der Applaus – traumhaft!
Trotz aller Zweifel zu Beginn: aufregende Erlebnisse wie dieses erinnern uns wieder daran, wofür wir Schauspiel studieren. 
Rückblick: Bonner Theaternacht in den Bad Godesberger KammerspielenMoritz Spang
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