Rückblick: Alanus Produktion beim Internationalen Schauspielschultreffen

Jaschar Markazi Noubar über die Teilnahme am internationalen Schauspielschulfestival Setkani/Encounter in Brünn:

Wie ist die Festivaleinladung zu Stande gekommen?
Wenn man am mittlerweile seit 26 Jahren stattfindenden internationalen Schauspielschulfestival Setkani/Encounter teilnehmen zu können, muss man sich mit einer Produktion bewerben.
Wir haben uns dafür entschieden, unsere Diplominszenierung Shoot/Get Treasure/Repeat von Mark Ravenhill, inszeniert von Michael Funke, einzureichen.
Es gab ein offizielles Bewerbungsformular mit Angaben zur Inszenierung, zu den Teilnehmern und zu dem was technisch gebraucht wird. Ebenso war es erforderlich einen Videomitschnitt mitzuschicken.
Das haben wir alles gemacht und bekamen nach vier Wochen die Nachricht, dass wir herzlich dazu eingeladen sind, unser Stück in Brünn auf die Bühne zu bringen.

Wie seid ihr angereist und wie habt ihr vor Ort übernachtet?
Angereist sind wir mit der Bahn. Die Strecke zwischen Prag und Brünn durch die tschechischen Wälder ist wunderschön.
Alle teilnehmenden Studierenden waren in einem großen Hotel in der Stadt untergebracht.

Ihr habt das Stück bereits an der Hochschule und in verschiedenen Theatern gespielt. Was ist das Besondere das Stück auf einem Festival zu spielen?
Ich glaube, das  Besondere daran, ein Stück auf einem Festival zu spielen ist, dass man den Menschen, die das jeweilige Stück gesehen haben, hinterher öfter begegnet, als dass im „normalen” Spielbetrieb üblich ist. So entsteht eine in der Summe intensivere Auseinandersetzung mit der Inszenierung.
Es gab jeden Morgen die so genannte „Morning Discussion“, wo wir bei Kaffee und Gebäck die Inszenierungen des Vortags in froher Runde diskutieren und Fragen stellen konnte.
Auch bei den allabendlichen Partys wurde noch heftig über Inszenierungen gesprochen, diskutiert und gestritten.

Wie war der Austausch mit den anderen Schauspielschulen?
Sehr spannend. Es ist toll zu sehen, was die Kollegen außerhalb des deutschsprachigen Theaterraums machen.
Und wenn man dann am Ende des Tages mit  Schauspielstudierenden aus z. B. Polen, Tschechien, Taiwan und Italien zusammen beim Bier auf Englisch und mit Händen und Füßen über Theaterästhetiken diskutiert, ist das großartig.

Was habt ihr abseits von eurer Aufführung während des Festivals erlebt?
Natürlich die Aufführungen der anderen Festivalteilnehmer. Viele Leute kennengelernt. Die Stadt Brünn erkundet und uns von den Beiträgen unserer Kollegen inspirieren lassen.

German, Alfter bei Bonn, Alanus Hochschule Fachgebiet Schauspiel
Německo, Alfter bei Bonn, Alanusova vysoká škola umění a společenských věd

Posted by SETKÁNÍ/ENCOUNTER on Mittwoch, 13. April 2016

Rückblick: Alanus Produktion beim Internationalen SchauspielschultreffenSchauspielstudierende
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